Möge der Beste gewinnen
Von: Martin WeisbachEndlich ist es soweit - einer aktuellen Studie zufolge wird zum ersten Mal in der Geschichte der Mozilla Firefox von mehr deutschen Internet-Surfern verwendet als der Internet Explorer von Microsoft. Das Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß fand heraus, dass der Marktanteil des Firefox mittlerweile auf 45,6 Prozent gestiegen ist - 44,4 Prozent davon entfallen auf den neuen Firefox 3. Beim Internet Explorer sieht die Verteilung etwas anders aus: 25,5 Prozent der deutschen Surfer nutzen laut der Studie den Internet Explorer 8 und 11,8 Prozent die ältere Version, den Internet Explorer 7. Ganze 7,2 Prozent nutzen noch den Internet Explorer 6.
Ansonsten tut sich wenig an der Browserfront. Safari kommt trotz der Version für Windows PCs offenbar nicht an und wird nur von 3,1 Prozent der Surfer genutzt - das entspricht etwa dem Anteil von Apple-Computern auf dem gesamten Computermarkt. Auch Opera mit seinen 2,4 Prozent Marktanteil und Google Chrome mit gerade mal 1,1 Prozent sind weit abgeschlagen und stoßen offenbar auf wenig Interesse.
Webdesigner wissen aus Erfahrung, das der Internet Explorer Quelltexte von Webseiten gerne mal etwas anders interpretiert als der Rest der Browsergemeinde - so sind häufig sogenannte CSS-Hacks notwendig um ein einheitliches Erscheinungsbild von Internetseiten in allen Browsern gewährleisten zu können. Bleibt also zu hoffen, das den Internet Explorer auf lange Sicht ein ähnliches Schicksal ereilt wie AOL's Netscape, der seit dem 01.02.08 nicht mehr weiterentwickelt wird und dabei ist gänzlich von der Bildfläche zu verschwinden. Oder das Microsoft die Gelegenheit für sich nutzt und ähnlich wie nach dem Disaster mit Windows Vista die Produktpolitik ändert und alles daran setzt das ein ein technisch möglichst einwandfreies und benutzerfreundliches Produkt das Haus verlässt.