Registrierung für E-Postbrief gestartet
Gestern startete die Post offiziell die Registrierung für die "rechtssichere" De-Mail-Alternative, den "E-Postbrief". Jeder der "verbindlich, vertraulich und verlässlich" im Internet kommunizieren möchte, kann sich unter epost.de für den E-Postbrief registrieren - mit einem Registrierungcscode, den man erhält, wenn man in einem Postamt einen Personalausweis oder Reisepass vorgelegt hat. Als Portokosten für den E-Postbrief fallen, ebenso wie für einen herkömmlichen Brief, 55 Cent an.
Werden E-Postbriefe an Personen versendet, die kein entsprechendes Postfach haben, druckt die Post die Daten aus, steckt Sie in ein Kuvert und stellt den Brief per Postbote zu. Farbdrucke o.ä. verursachen natürlich Zusatzgebühren. Offensichtlich will die Post mit diesem Konzept die Lebensdauer des angeschlagenen, herkömmlichen Briefes verlängern und durch den Schwund des Briefgeschäfts entstandene Umsatzeinbußen wieder wettmachen.
GMX und web.de haben derweil vor Kurzem ihre eigenen Hybridmaillösungen begonnen - hier kostet die Zustellung eines E-Briefes "nur" 54 Cent. Die Post und Ihre Konkurrenten greifen mit Ihrem Service der De-Mail-Initiative der Bundesregierung vor, die die digitale Alternative für den papiergebundenen Briefverkehr für den Lauf des nächsten Jahres verspricht.
Auch der Staat hat bei der De-Mail offenbar die Finanzen im Blick. Ein Referentenentwurf, der dem Politik Blog www.netzpolitik.org zugespielt wurde, zeigt auf, dass der Staat, unter der Annahme das in den nächsten 5 Jahren 80 % der Behörden an De-Mail teilnehmen, 20 bis 40 Millionen € Portokosten einsparen könnte. Die dazu notwendige, juristisch einwandfreie, Identifikation der Teilnehmer allerdings, soll zwischen 18,5 und 22,1 Millionen € kosten.
