Welttag gegen Internetzensur
Von: Martin WeisbachAm heutigen Freitag findet zum zweiten Mal der von Reporter ohne Grenzen initierte "Welttag gegen Internetzensur statt". Laut Reporter ohne Grenzen nimmt die Bedrohung der Informations- und Meinungsfreiheit im Internet immer weiter zu. "Eine steigende Zahl von Staaten versucht, ihre Online-Kontrolle auszudehnen." so Reporter ohne Grenzen.
Zu diesem Anlass veröffentlicht Reporter ohne Grenzen auf Ihrer Website www.reporter-ohne-grenzen.de einen Bericht ("Feinde des Internets.pdf") in dem beschrieben wird, mit welchen Maßnahmen in mehr als 20 Staaten gegen Blogger und Dissidenten vorgegangen wird.
Die Länder über die berichtet wird sind dieselben wie voriges Jahr: China, Iran, Birma, Nordkorea, Turkmenistan, Kuba, Saudi-Arabien, Ägypten, Usbekistan, Syrien, Tunesien und Vietnam.
Neben diesen zwölf Ländern, die Reporter ohne Grenzen als die "Feinde des Internets" bezeichnet, stellt die Organisation noch weitere Staaten "unter Beobachtung". Hierbei handelt es sich um Länder, die bereits Maßnahmen ergriffen haben, die im Ernstfall leicht zu einschneidenden Zensurmaßnahmen verwendet werden könnten. In einigen westlichen Demokratien werde das Internet im Namen des Kampfes gegen Kinderpornografie oder Urheberrechtsverletzungen zunehmend reguliert, während beispielsweise in den skandinavischen Staaten der ungehinderte Zugang zum Internet ein Grundrecht darstellt.
Laut Reporter ohne Grenzen hat die Organisation noch nie so viele Fälle von Inhaftierungen von Bloggern, Internetnutzern und -dissidenten dokumentiert wie 2009 - der größte Teil der Inhaftierten sitzt in chinesischen Gefängnissen.
